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Musik-Streaming: Der Kampf um die Kundschaft ist eröffnet05.02.2016

Foto Streaming-Dienste kämpfen um KundschaftStreaming-Dienste boomen derzeit, das Geschäft mit der Musik aus dem Internet wächst rasant. Gleichzeitig liefern sich die Streaming-Anbieter einen immer härteren Kampf um die Kundschaft. Vor allem zwei große Player wappnen sich jetzt für einen Angriff auf Musikfans weltweit.

Paris/Stockholm – Die Musikdienste Deezer und Spotify rüsten sich für einen schärferen Wettbewerb um Kunden. Deezer holte sich statt des im Herbst abgesagten Börsengangs 100 Millionen Euro bei Investoren. Der Streaming-Marktführer Spotify kaufte zwei Unternehmen, die auf Dienste rund um Musik spezialisiert sind. Die Konkurrenz bei Musik aus dem Netz hat sich zugespitzt, seit Apple im vergangenen Sommer ins Geschäft einstieg.

Deezer: Mehr Geld = mehr Kunden?

Mit dem Geld will Deezer schneller neue Kunden gewinnen, neue Funktionen entwickeln und die internationale Expansion vorantreiben, wie das französische Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Außerdem sollen Kooperationen mit Mobilfunk-Unternehmen weiter ausgebaut werden, bei denen der Dienst mit einem Mobilfunk-Vertrag gebündelt wird.

Erstmals veröffentlichte ausführliche Zahlen im Zuge der Vorbereitungen zum Börsendebüt hatten allerdings auch eine Kehrseite solcher Deals aufgezeigt: Rund die Hälfte der gut sechs Millionen zahlenden Deezer-Kunden hatte den Dienst nicht aktiv genutzt.

Der Börsengang von Deezer sollte bis zu 400 Millionen Euro schwer werden und für Deezer einen Börsenwert von 1,1 Milliarden Euro festschreiben. Doch er wurde unter Hinweis auf ein schwieriges Marktumfeld abgesagt. Laut Medienberichten hatten sich Anleger zögerlich beim Kauf von Deezer-Aktien zu dem Preis gezeigt. Die Finanzspritze kommt jetzt vom Telekom-Konzern Orange und der Beteiligungsfirma Access Industries.

Spotify: Streaming-Boom dank Zukäufen?

Spotify kaufte für einen nicht genannten Betrag die Firma Cord, die eine Plattform für Sprach-Mitteilungen entwickelte, sowie den Dienst Soundwave, der auf das Entdecken neuer Musik spezialisiert ist. Der Branchenpionier aus Schweden hat nach jüngsten Angaben aus dem Sommer 75 Millionen Nutzer, von denen 20 Millionen zahlende Kunden sind.

Apple startete seinen Streaming-Dienst im Sommer und knackte nach Informationen der «Financial Times» inzwischen die Marke von zehn Millionen Abo-Kunden. Der Service des iPhone-Konzerns hat im Gegensatz zu Spotify und Deezer keine Gratis-Variante mit Werbung.

Illegale Musik-Downloads aus dem Internet werden immer härter bestraft, daher sind Streaming-Dienste eine echte Alternative. Mehr über die verschiedenen Dienste verrät das folgende Video:

Quelle: YouTube/ZDF

Text: dpa/pvg

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