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Internet für unterwegs: Wie finde ich einen WLAN-Hotspot?15.02.2016

Dank WLAN-Hotspots können Internetnutzer unterwegs ihr Datenvolumen schonen. Doch wo verstecken sich die nächsten Hotspots? Was bei der Suche hilft und warum die offenen Netzwerke nicht ungefährlich sind, lesen Sie auf PREISVERGLEICH.de.

Berlin – Mal schnell unterwegs einen Kinofilm auf dem Tablet schauen oder sich durch die neuesten YouTube-Videos klicken? Das knabbert ordentlich am meist knappen monatlichen Datenvolumen. Gut, wenn man sich da in ein WLAN-Netzwerk einloggen kann. Nach Zahlen des IT-Verbands Bitkom macht das allerdings nicht einmal jeder Zweite. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche öffentliche WLAN-Hotspots, über die Nutzer oft kostenlos ins Netz können. Wie man WLAN-Netzwerke findet, was Internet-Nutzer beachten sollten und welche Apps helfen – der Überblick.

Unterwegs ins WLAN – aber wo?

Wer unterwegs ein WLAN-Netzwerk sucht, kann in Cafés, Restaurants, oder Hotels nachfragen. „Eigentlich jeder Bahnhof in Deutschland hat einen kommerziellen Hotspot,“ erklärt Christian Heise von der Initiative Freifunk. Manche Städte, darunter Berlin, bieten Übersichtskarten mit Hotspots. Infos gibt es etwa bei www.hotspot-locations.de oder www.freie-hotspots.de. Eine Alternative ist der Freifunk. Etwa 27.000 Zugänge bietet die Initiative nach eigenen Angaben in Deutschland und Teilen Österreichs kostenlos an. Eine Übersicht gibt es unter www.freifunk-karte.de.

Die Telekom und Vodafone sind die größten Anbieter kommerzieller Hotspots: Beide werben mit mehr als einer Million WLAN-Zugangspunkten in Deutschland. Davon betreiben sie nur einen kleinen Teil selbst, die meisten Hotspots werden von den Telekom- und Vodafone-Kunden über deren WLAN-Router zur Verfügung gestellt. Vodafone erlaubt pro Tag 30 Minuten kostenloses Surfen, bezahlte Zugänge kosten zwischen fünf und 20 Euro monatlich. Bei der Telekom gibt es für Vertragkunden eine Hotspot-Option – alle anderen zahlen zwischen fünf und 30 Euro.

Surfen in der Bahn

In vielen ICE-Zügen gibt es inzwischen Telekom-Hotspots. In der 1. Klasse ist die Nutzung kostenlos. In der 2. Klasse solcher Züge kann bereits ein Infotainment-Portal gratis genutzt werden, aufs ganze Internet sollen Reisende dort noch im Laufe des Jahres 2016 kostenlos zugreifen können. Aber: „Selbst auf wichtigen Transitstrecken wie Hamburg – Berlin gibt es oft Verbindungsabbrüche oder die Verbindung ist sehr langsam“, bemängelt Heise. In der S-Bahn gibt es in der Regel kein WLAN. Immerhin: In der Region Stuttgart erprobt die Bahn derzeit in zwei S-Bahnen das drahtlose Internet für die Fahrgäste.

Die Sicherheit

Wer sich in ein offenes WLAN-Netzwerk einloggt, sollte vorsichtig sein: „Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Daten frei in der Luft herumfliegen“, warnt Heise. Theoretisch kann jeder den Datenverkehr abgreifen und an sensible Daten gelangen. Daher sollte man das Internet nur für unbedenkliche Abfragen nutzen. Wenn man jedoch sensible Dinge wie Onlinebanking erledigen muss, sollte man darauf achten, dass die Seite per SSL-Verschlüsselung übertragen wird. Wer sicher gehen will, der setzt „https://“ vor die Internet-Adresse, etwa beim Mail-Anbieter. Datendiebe können den Datenstrom dann zwar trotzdem abgreifen, haben davon allerdings nicht viel, weil sie nur verschlüsselten Datensalat sehen.

Wer öfter offene WLAN-Netzwerke nutzt, sollte über eine VPN-Verbindung (Virtual Private Network) nachdenken, empfiehlt Heise. Damit können Nutzer eine Art Tunnel einrichten, durch den die Daten geleitet werden, erklärt der Netz-Experte. „Damit wird der Weg der Daten verschlüsselt.“

Kleine Helfer fürs Smartphone

Fürs Smartphone gibt es Apps, die beim Aufspüren von WLAN-Netzwerken helfen. Empfehlenswert sind WiFi Finder und WiFi Map (beide für Android und iOS). Die Apps enthalten ein Verzeichnis diverser Hotspots in mehreren Ländern. Der WiFi-Finder zeigt offene und kostenpflichtige Netzwerke in der Nähe und gibt Auskunft über die Signalstärke. WiFi Map ist zudem mit Passwörtern diverser WLAN-Netzwerke ausgestattet. Die Einträge sind aber teils veraltet.

Dass auch über das Smartphone ein WLAN-Hotspot eingerichtet werden kann, zeigt das folgende Video:

Quelle: YouTube/pcsostv

Text: dpa/tmn/pvg
Bild: dpa

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