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Das Ende ist nah: Die Roaming-Gebühren sinken weiter04.05.2016

Foto Die Roaming-Kosten in der EU sind erneut gesunkenDie Auslandsgebühren für Telefonate sind in der Europäischen Union ein weiteres Mal gestutzt worden. Statt der bislang üblichen Maximalpreise gibt es nun nur noch Zuschläge zum Heimtarif. Auch für Kunden mit Flatrates ändert sich etwas.

Brüssel – Wer beim Reisen in der EU mit dem Handy telefoniert, zahlt seit Samstag (30. April) teilweise deutlich weniger Geld. Die sogenannten Roaming-Gebühren für Anrufe, SMS und mobile Daten schlagen durch eine EU-Regelung nur noch wenige Cent auf den normalen Heimtarif drauf. Eine neue Vorschrift deckelt die Zusatzgebühren seit dem 30. April ein weiteres Mal. Die Regelung schließe auch Flatrate-Tarife ein, teilte die Bundesnetzagentur mit. Vom 15. Juni 2017 an sollen die Auslandsgebühren dann komplett der Vergangenheit angehören.

Deutliche Kostensenkung beim Roaming

Telekommunikations-Anbieter dürfen seit Samstag nur noch maximal sechs Cent pro Minute für Anrufe, zwei Cent pro SMS oder sechs Cent pro Megabyte bei Datentarifen im EU-Ausland verlangen (alle Preise inklusive Mehrwertsteuer). Nimmt man einen Anruf an, kostet das höchstens 1,2 Cent zusätzlich pro Minute. Maximal darf die Summe aus Inlandspreis und Aufschlägen nicht mehr betragen als die bisherigen Höchstpreise von 23 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, sieben Cent pro SMS und 24 Cent je Megabyte Datenvolumen.

Neue Roaming-Regeln gelten auch für Flatrates

Bei Kunden mit Flatrates sieht das so aus: Wer im Ausland telefoniere, dem dürfe bei einem Telefonat pro Minute lediglich der Zuschlag in Rechnung gestellt werden, erläutert die Bundesnetzagentur. Damit ist die Frage geklärt, ob Nutzer mit Flatrate-Verträgen Schlupflöcher für versteckte Kosten befürchten müssen, wovor Verbraucherschützer zuvor gewarnt hatten.

Tarife mit Auslands-Kontingenten

Für Daten bieten Mobilfunk-Unternehmen allerdings schon seit einiger Zeit auch Tages- und Wochenpässe an, außerdem gibt es Tarife mit Auslands-Kontingenten. Ist das Auslands-Guthaben aufgebraucht, würden den Kunden die Anrufe, Downloads oder Kurznachrichten nach den neuen Roaming-Gebühren berechnet, erläutert die Bundesnetzagentur. Anbieter wie die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica O2 wollten noch vor EU-Frist die Roaming-Gebühren generell streichen.

Wer mit den Kosten für seinen Telefontarif unzufrieden ist, sollte über einen Anbieterwechsel nachdenken. Entsprechende Angebote zu vergleichen, gelingt schnell und einfach auf PREISVERGLEICH.de.

Text: dpa/pvg

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