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Schnelles Internet über die Stromleitung

Der Begriff Internet über Strom wird aktuell für zwei Techniken verwendet. Zum einen und in den häufigsten Fällen ist damit der Einsatz von sogenannten Powerline Adaptern gemeint, die das Internet im Haus oder in der Wohnung über das Stromnetz "verteilen". Die zu transportierenden Daten kommen aber zunächst via DSL-Leitung an der Fritzbox, dem Modem oder dem Router, an. Zum andern wird unter diesem Begriff tatsächlich DSL aus der Steckdose gefasst. Diese Möglichkeit besteht in Deutschland allerdings erst in ausgewählten Städten.

Wie funktioniert das Internet aus der Steckdose?

Die erste "Internet über Strom" - Variante funktioniert simpel und effizient. Der Powerline-Adapter wird über LAN-Kabel mit dem Modem verbunden und anschließend in die Steckdose gesteckt. Den zweiten (Empfänger-) Adapter verbinden Sie mit Ihrem Computer oder PC und anschließend ebenfalls mit dem Stromnetz. Und zwar an beliebiger Stelle. Mit den Adaptern können Sie nun Ihr Internet in allen Zimmern Ihrer Wohnung oder im Haus über mehrere Etagen nutzen, ohne jeweils Kabel verlegen zu müssen. Das interne Stromnetz ist für gewöhnlich hinreichend gegen Zugriffe von außen geschützt. Die meisten Hersteller haben überdies eine Passwort-Barriere eingebaut.

Vorteile von Internet über Strom?

  • einfache Bedienung
  • kein Verlegen von Kabeln notwendig
  • sichere Datenübertragung
  • Moderate Preise für den Adapter

Powerline-Adapter mit WLAN-Funktion

Die Adapter sind nicht steckdosengebunden und ihre Anzahl kann aufgestockt werden. Moderne Adapter-Sets können auch ein eigenes WLAN-Netz aufbauen und so auch für den Betrieb von Smartphones oder Notebooks genutzt werden - ohne dass ein LAN-Kabel erforderlich ist. Die Übertragungsgeschwindigkeiten variieren je nach Hersteller und Modell. Marktführer Devolo hat Geräte mit 500, 1.000 und 1.200 Mbps im Repertoire und liegt in Preisklassen zwischen 70 bis 120 Euro. Die Starter-Sets von AVM kosten zwischen 50 und 80 Euro und gelten als solide Mittelklasse. Im Preiseinstiegsbereich um die 50 Euro schneidet TP-Link respektabel ab.

Eine kostengünstige Alternative zu DSL

Das Internet über Strom kann eine kostengünstige Alternative zur Verlegung von Kabeln sein, wenn der Modemanschluss ungünstig für Ihre Bedürfnisse liegt oder Sie ständig mehrere Geräte nutzen möchten. Überprüfen Sie bei dieser Gelegenheit auch Ihren bisherigen DSL- und Kabel Internet Anbieter auf sein Preis-Leistung-Verhältnis. Powerline Adapter erfordern keinen großen Einrichtungsaufwand, die Geräte funktionieren nach dem Plug & Play-Prinzip. Achten Sie lediglich auf die Verschlüsselungsvorgaben des Herstellers.

Echtes Internet über das Stromnetz

Wenn Sie in Dresden, Mannheim oder Hameln wohnen, können Sie echtes Internet aus der Steckdose nutzen. Dort sind die Anbieter PowerKom (Dresden), Vype (Mannheim) und piper:net (Hameln) mit den örtlichen Stromversorgungsunternehmen einen Vertrag eingegangen, der es ermöglicht, Internetdaten auch über das Stromnetz zu transportieren. Der Endkunde erhält dazu ein spezielles Modem, das nur noch eingesteckt werden muss. Die Kosten liegen bei 25 bis 35 Euro - je nach Datenvolumen.

Für den Rest Deutschlands bleiben Powerline Adapter eine probate Alternative. Nutzer und auch Stiftung Warentest raten jedoch von Billigimporten aus Fernost ab, deren Leistung als zumeist mangelhaft eingestuft wird.

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