Die alte Nummer bleibt, der Anbieter geht. Genau das meint Rufnummernmitnahme. Wenn Sie von DSL, Kabel oder Glasfaser zu einem anderen Anbieter wechseln, können Sie Ihre bisherige Festnetznummer oft behalten. Für Ihr Umfeld bleibt damit alles vertraut. Das Telefon klingelt unter derselben Nummer weiter, nur die Technik im Hintergrund wechselt die Spur.
Rechtlich ist das klar geregelt. Ihr bisheriger Anbieter muss die Mitnahme ermöglichen, wenn die Voraussetzungen stimmen. Wichtig ist vor allem der Ort. Bei Festnetznummern klappt die Portierung in der Regel nur dann, wenn Sie im selben Vorwahlbereich bleiben. Ziehen Sie in eine andere Region, braucht es oft eine neue Nummer.
Was spricht dafür, was dagegen?
| Vorteile | Nachteile |
| Sie bleiben unter Ihrer gewohnten Nummer erreichbar. | Schon kleine Fehler bei Name oder Adresse können die Portierung stoppen. |
| Für Selbstständige und Firmen bleiben Website, Karten und Unterlagen aktuell. | Bei einem Umzug in ein anderes Vorwahlgebiet ist die Mitnahme oft nicht möglich. |
| Der neue Anbieter übernimmt meist die Abstimmung mit dem alten Anbieter. | Wer zu spät plant, riskiert eine kurze Unterbrechung. |
| Die Rufnummernmitnahme ist gesetzlich geregelt und kostenlos. | Auch unerwünschte Anrufer bleiben unter derselben Nummer möglich. |
Was Sie wissen sollten
Was Sie rechtlich wissen sollten
Die Rufnummernmitnahme ist kein Extra-Service nach Laune des Anbieters. Sie ist gesetzlich verankert. Ihr alter Anbieter darf die Freigabe nicht ohne guten Grund blockieren. Dazu kommt ein wichtiger Schutz: Die Versorgung soll bis zur Umschaltung weiterlaufen. So fallen Sie nicht unnötig in ein Funkloch, nur weil Papier und Technik noch unterwegs sind.
Woran die Mitnahme in der Praxis hängt
Im Kern ist der Ablauf simpel. Ihre Nummer wird beim alten Anschluss gelöst und beim neuen Anbieter wieder eingerichtet. Der Knackpunkt sind die Daten. Name, Anschrift, Geburtsdatum und die betroffene Rufnummer müssen exakt passen. Denken Sie an ein Schloss mit mehreren Zähnen. Wenn einer nicht sitzt, geht die Tür nicht auf. Bei Festnetznummern kommt meist noch die Regel mit dem gleichen Vorwahlgebiet dazu.
So läuft der Wechsel sauber ab
Der beste Weg ist fast immer derselbe. Sie bestellen den neuen Vertrag und setzen im Antrag das Häkchen zur Rufnummernmitnahme. Danach übergeben Sie die Arbeit an den neuen Anbieter. Er stimmt den Termin mit dem bisherigen Anbieter ab und kümmert sich meist auch um die Kündigung. Wichtig ist deshalb: Kündigen Sie nicht vorschnell selbst. Sonst reißen Sie die Brücke ab, bevor die neue steht.
Häufige Fragen zur Rufnummernmitnahme
Merke dir
Merken Sie sich drei Punkte: Beauftragen Sie immer den neuen Anbieter. Prüfen Sie Ihre Daten auf beiden Verträgen genau. Und planen Sie früh genug, damit Internet und Telefon ohne Stolpern wechseln.
Läuft Ihr alter Vertrag noch mehrere Monate, kann die Rufnummer meist erst zum abgestimmten Wechseltermin übernommen werden. In Einzelfällen bekommen Sie beim neuen Anbieter zunächst eine Übergangsnummer, bis die bisherige Nummer portiert ist. Wichtig ist deshalb: Beauftragen Sie den Wechsel frühzeitig und kündigen Sie den alten Anschluss nicht vorschnell selbst.
Haben Sie mehrere Festnetznummern, zum Beispiel aus einem älteren Anschluss, sollten Sie alle gewünschten Nummern im Portierungsauftrag aufführen. Nur die Nummern, die korrekt angegeben sind, können auch übernommen werden.
Beispiele aus dem Alltag
Drei typische Fälle aus dem Alltag
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Sie wechseln von einem DSL-Anschluss zu einem Kabelanschluss. Im Bestellprozess wählen Sie die Rufnummernmitnahme. Am Umschalttag läuft die Leitung neu, die Nummer bleibt gleich.
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Sie gehen von o2 zu 1&1 und bleiben in derselben Stadt. Der neue Anbieter kündigt den alten Anschluss und übernimmt Ihre Festnetznummer. Für Familie und Kunden ändert sich nichts.
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Sie ziehen von Hamburg nach München. Weil sich die Vorwahl ändert, ist die Mitnahme der Festnetznummer meist nicht möglich. Eine Rufumleitung kann dann als Übergang helfen.
Lohnt sich die Portierung?
Meist ja. Besonders dann, wenn Familie, Freunde, Kunden oder Geschäftspartner Ihre Nummer kennen oder die Nummer auf Website, Visitenkarten, Briefpapier oder Online-Profilen steht. Weniger wichtig ist die Mitnahme, wenn Sie die Festnetznummer kaum nutzen oder ohnehin viele unerwünschte Anrufe bekommen.
Fazit
Fazit: Die Rufnummernmitnahme ist heute der elegante Weg durch den Anbieterwechsel. Sie behalten Ihre vertraute Festnetznummer und gewinnen trotzdem einen neuen Tarif oder eine bessere Technik. Das macht den Wechsel deutlich entspannter.
Läuft Ihr alter Vertrag noch mehrere Monate, kann die Rufnummer oft erst zum Vertragsende sauber übernommen werden. Manche Anbieter stellen bis dahin eine Übergangsnummer bereit. Prüfen Sie deshalb Kündigungsfrist und Restlaufzeit, bevor Sie den neuen Vertrag abschließen.






