DSL 6000 war über viele Jahre der meistgebuchte DSL-Anschluss in Deutschland und galt lange als regulärer Standard bei Komplettpaketen. Mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 6.016 kbit/s reichte die Leitung für komfortables Surfen, Chatten, Musikstreaming und Online-Gaming – letzteres profitiert ohnehin mehr vom Ping als von hoher Bandbreite. Auch DSL-Telefonie funktionierte problemlos, selbst bei mehreren Teilnehmern gleichzeitig.
Für kleine Heimnetzwerke war der Anschluss gut geeignet. An seine Grenzen stieß DSL 6000 jedoch, sobald mehrere Personen gleichzeitig datenintensive Anwendungen nutzten oder Internet-TV gewünscht war – dafür waren mindestens DSL 16.000 erforderlich.
DSL 6000 ist heute kein buchbarer Tarif mehr. Kein großer Anbieter – weder Telekom, Vodafone noch 1&1 – listet diesen Anschluss aktiv im Portfolio. Das hat zwei Hauptgründe:
Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wer in einem Gebiet mit schwacher Infrastruktur lebt und beim Verfügbarkeitscheck feststellt, dass keine höhere Geschwindigkeit möglich ist, kann von Anbietern automatisch einen Vertrag mit maximal 6 Mbit/s erhalten – das entspricht technisch DSL 6000, wird aber nicht mehr so bezeichnet. Die Telekom kommuniziert dies im Rahmen ihres Tarifs Magenta Zuhause S direkt beim Vertragsabschluss.
Wenn Sie auf der Suche nach einem DSL-Anschluss sind, empfiehlt sich heute mindestens DSL 16.000 – vielerorts zu ähnlichen oder gleichen Preisen wie früher DSL 6000. In gut ausgebauten Gebieten lohnt der Blick auf DSL 50.000 oder schnellere Glasfaser-Tarife. Nutzen Sie unseren Verfügbarkeitscheck, um zu sehen, welche Geschwindigkeiten bei Ihnen tatsächlich abrufbar sind.