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Glasfaseranschluss - Funktion und Kosten

Der Glasfaseranschluss steht für schnelles Breitband-Internet mit bis zu 1.000 Mbit/s im Download. Dabei erfolgt die Datenübertragung über das gleichnamige Glasfaserkabel, dass als besonders sicher, abschirmend und leistungsstark gilt. Das heißt, dass Sie mit einem Glasfaseranschluss theoretisch sogar Geschwindigkeiten von bis zu einem Terabyte (TB) erreichen können. Mit einem DSL-Anschluss ist das ebenso wenig möglich, wie mit einem klassischen Kabel-Internet-Anschluss.

Die ersten Glasfaser-Kabel wurden bereits zu Beginn der 1990er durch die Deutsche Telekom verlegt. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch gar kein Internet in Deutschland. Jedoch sollte sich die Glasfaser-Technologie in Zukunft als besonders nützlich erweisen. So können heute 3 Millionen Haushalte in Deutschland auf das Glasfasernetz der Deutschen Telekom zugreifen. Das große Ziel der Telekom ist es, bis zum Jahr 2024 rund 10 Millionen Haushalte an das Glasfasernetz anzuschließen. Der fortlaufende Glasfaser-Ausbau erfolgt in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den weiteren überregionalen Internetanbietern wie Vodafone, 1&1 sowie o2 Telefonica.

Was ist ein Glasfaser-Anschluss?

Technisch gesehen, handelt es sich bei einem Glasfaser-Anschluss um eine FTTH, FFTB oder FTTC-Verbindung. Dabei stehen die ersten drei Buchstaben der Glasfaser-Abkürzung für den englischen Ausdruck "Fiber to the". Folglich können wir die obigen Abkürzungen wie folgt beschreiben:

  • FTTH: Fiber to the home (= Anschluss in die Wohnung bzw. Räumlichkeiten)
  • FTTB: Fiber to the building (= Anschluss in das Gebäude bzw. Haus)
  • FTTC: Fiber the curb (= Anschluss an den Verteilerkasten am Straßenrand)

Das Fiber- bzw. Glasfaserkabel basiert auf dem Einsatz von Lichtleitfasern bzw. Lichtwellenleiter (LWL). Die äußeren (Schutz-) Hüllen sorgen für die Kabelstabilität und Abschirmung der optischen Lichtsignale. Hinzu kommen weitere Kunststoffhüllen, die die einzelnen, mit Kernglas hergestellten Glasfasern abschirmen, um elektrische Störungen zu vermeiden.

Wie funktioniert der Breitband-Anschluss?

Ausgehend von einer Vermittlungsstelle erfolgt die Datenübertragung über Glasfaser-Kabel, die wiederum über Verteilerkästen miteinander verbunden sind und den Glasfaseranschluss an die Gebäude und letztlich auch die einzelnen Haushalte ermöglichen.

Möchten Sie einen Glasfaser-Anschluss nutzen, so prüfen Sie bitte die örtliche Glasfaser-Verfügbarkeit. So können Sie u. a. mit der Verfügbarkeitsprüfung von PREISVERGLEICH.de herausfinden, ob ein Glasfaser-Kabel an Ihr Haus bzw. Ihren Haushalt anliegt oder nicht. Ist dies bislang nicht der Fall, so erkunden Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen Internetanbieter über den weiteren Glasfaserausbau in Ihrer Gemeinde, auf Ihrem Dorf oder Ihrer Stadt.

Was kostet ein Glasfaseranschluss im Monat?

Liegt an Ihrer Wohnung, Ihrem Gebäude bzw. Ihrem Büro ein Glasfaser-Kabelanschluss an, haben Sie die Möglichkeit diesen auch zu nutzen. Dabei können sich die Kosten für einen Glasfaseranschluss von Anbieter zu Anbieter stark unterscheiden. Dies gilt auch bei der Auswahl der maximalen Download-Geschwindigkeit. So ist ein Glasfaser-Anschluss mit bis zu 100 Mbit/s zum Teil nur halb so teuer, wie ein Glasfaseranschluss mit 1.000 Mbit. Nutzen Sie unseren kostenlosen Preisvergleich für Glasfaser Internet, um die Angebote und Tarife der Glasfaser-Anbieter miteinander zu vergleichen.

Liegt noch kein Glasfaser-Kabel an Ihr Haus an, sollten Sie mit Kosten in Höhe von 500 bis 1.000 Mbit/s für den Anschluss rechnen. Das heißt noch nicht, dass Sie diese Kosten selbst tragen müssen. Ist die Nachfrage entsprechend hoch (FTTH-Nachfragebündelung), besteht die Möglichkeit, dass Ihr Internetanbieter sich an den Anschlusskosten für Ihr Haus beteiligt bzw. vollständig übernimmt. Informieren Sie sich über die jeweiligen Angebote.

Wer zahlt den Glasfaseranschluss, Mieter oder Vermieter?

Als Vermieter haben Sie die Möglichkeit, die Kosten für den Anschluss der Glasfaserleitung an Ihre Mieter zu übertragen. Gemäß dem Ausbaubeschleunigungsgesetz der TKG-Novelle vom 01. Dezember 2021 (Telekommunikationsgesetz) können Vermieter ein Glasfaserbereitstellungsentgelt erheben und dieses Entgelt über die Nebenkosten bei ihren Mietern abrechnen bzw. die entstehenden Kosten umlegen. Dies gilt jedoch nur, wenn der Mietvertrag entsprechende Regelungen beinhaltet.

Liegt bereits ein Glasfaseranschluss an Ihr Wohn- oder Mehrfamilienhaus an, so schließen Sie als Mieter bzw. Eigentümer Ihren Glasfasertarif direkt mit dem Glasfaseranbieter wie z. B. die Deutsche Glasfaser ab. Demnach kommt hier ein direkter Vertrag zustande, der nicht in den Zuständigkeitsbereich von Vermietern oder Hausverwaltungen fällt.

Wer ist für den Anschluss von Glasfaser zuständig?

Der Glasfaser-Ausbau erfolgt durch die Telekommunikationsunternehmen. Hierfür erhalten die Unternehmen entsprechende Fördermittel und staatliche Zuschüsse vom Bund, den Ländern und ggf. auch den Gemeinden. Einer der wichtigsten Glasfaser-Förderer ist die Deutsche Telekom, die heute über das größte Glasfasernetz in Deutschland verfügt. Dieses ist bereits 650.000 Kilometer lang und befindet sich im ständigen Ausbau (Stand: März 2022).

Was muss ich bei einer Glasfaser-Nutzung beachten?

Möchten Sie einen Glasfaser-Anschluss nutzen, brauchen Sie hierfür einen kompatiblen Router. Diesen können Sie bei Abschluss eines Glasfaser-Tarifes bei Ihrem Internetanbieter leihen. Beim Anbieter Vodafone handelt es sich hierbei derzeit um die FRITZ!Box 7530 AX und die FRITZ!Box 7590 AX. Bei Bedarf können Sie auch Ihren eigenen Glasfaser-Router nutzen bzw. einen eigenen Router kaufen. Informieren Sie sich am besten im Vorfeld, über geeignete und ggf. günstige Router-Modelle. Bedenken Sie dabei, dass die monatliche Router-Miete ca. 5 bis 7 Euro kostet.

Grundsätzlich hat ein Glasfaser-Anschluss zahlreiche Vorteile (Störungssicherheit, Stabilität sowie eine sehr hohe Leistungsfähigkeit), jedoch gehen damit auch höhere monatliche Kosten als bei einem klassischen DSL-Anschluss einher. Und dennoch ist eines bereits klar, der Internet-Glasfaseranschluss bestimmt die digitale Zukunft in Deutschland, Europa und der ganzen Welt.

Norman Peetz

Norman Peetz


Norman ist seit 10 Jahren Autor auf PREISVERGLEICH.de und Experte im Bereich DSL & Internet. Als Redaktionsleiter behält er das Marktgeschehen im Blick.